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La presse romande est-elle sexiste? Oui!
Auteur(s)
Durrer, Sylvie
Date de parution
2000
In
Bulletin VALS-ASLA, Association suisse de linguistique appliquée (VALS-ASLA), 2000/72//107-121
Résumé
Der Bereich der so genannten <i>Gender studies</i> (hier <i>linguistique générique</i> genannt) wird im frankophonen Sprachgebiet nur unzureichend zur Kenntnis genommen. Oft wird unterschlagen, dass einerseits das französische Sprachsystem in gewissen Bereichen sexistisch ist und dass die Sprache andererseits auf sexistische Art und Weise gebraucht wird. In diesem Artikel geht es um diese zweite Perspektive, also um den Sprachgebrauch. Der Beitrag versucht aufzuzeigen, dass der journalistische Diskurs – leider – noch in hohem Masse vom Sexismus geprägt ist, der in unserer als modern und demokratisch geltenden Gesellschaft immer noch sehr stark ist. Um diesen Sexismus, der einem grossen Teil der Lesenden nicht bewusst zu sein scheint, offen zu legen, erfolgt eine Analyse in zwei Schritten. Zuerst zeigt eine quantitative Erhebung die Häufigkeit, mit der Frauen in der Presse erwähnt werden. Anschliessend werden in einer eher qualitativen Analyse einige der gängigsten sexistischen rhetorischen Muster hervorgehoben: sie dienen dazu, Frauen <i>unsichtbar</i> zu machen, sie als <i>Opfer</i> darzustellen und sie <i>Kindern</i> gleich-zustellen.
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