Login
Argumentative Gesprächskompetenz in der Schule: Kontexte, Anforderungen, Erwerbsverläufe
Responsable du projet Martin Luginbühl
Brigit Eriksson Hotz
Stefan Hauser
   
Résumé Das Projekt untersucht, wie deutschsprachige Kinder (7-12 Jahre) aus der Schweiz miteinander diskutieren. Vorliegende Übungsmodelle und Beurteilungsraster fokussieren i.d.R. auf (zumeist statisch konzipierte) Einzelargumente; im hier vorzustellenden Projekt soll aber der dynamisch-interaktive, co-konstruktive Aspekt von Argumentationsgesprächen in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Ergebnisse geben Hinweise auf den Erwerb von Argumentationskompetenzen und können didaktisch genutzt werden.

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Das Projekt setzt sich zum Ziel, Grundlagenwissen für die Förderung von Gesprächs­kompetenz im Schulunterricht in der Primarschulstufe zu liefern. Im Zentrum stehen Diskussionen, also kommunikative Praktiken, mit denen ein Thema gemeinsam durch aufeinander bezogene argumentative Sprachhandlungen bearbeitet wird.

Grundlage des Projekts sind gefilmte Gruppengespräche in den Klassen 2, 4 und 6 der Primarstufe. Dabei werden die Gesprächssituationen systematisch verändert, um so das entsprechende Gesprächsverhalten unter unterschiedlichen Bedingungen beobachten zu können. Variiert werden die Gruppengröße, das Gesprächsziel und die Gesprächsfunktion.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

An Diskussionen teilnehmen zu können, die Argumente anderer verstehen und mit eigenen Argumenten darauf reagieren zu können, ist im schulischen (und später im beruflichen) Kontext von großer Bedeutung. Aber auch in alltäglichen Interaktionen ist die Fähigkeit oft gefragt, Wissen mit anderen diskutierend zu erarbeiten und abzugleichen.

Gemäß neueren Erkenntnissen ist mündliches Argumentieren für das schulische Lernen und für den schulischen Erfolg generell wichtig. Die im Projekt erhobenen Daten werden es erlauben, ein empirisch fundiertes Modell argumentativer Gesprächskompetenz zu entwickeln, das relevante Teilkompetenzen und unterschiedliche Kompetenzniveaus definiert. Die Studie soll auch Aussagen über den Erwerbsverlauf argumentativer Gesprächskompetenz machen. Das gewonnene Wissen liefert die Grundlage für weiterführende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich der Sprachdidaktik.
   
Mots-clés didactics, argumentation, German Linguistics, language acquisition, conversation analysis, discourse competence, language teaching
   
Type de projet Recherche fondamentale
Domaine de recherche Langues germaniques et anglaises
Source de financement FNS - Encouragement de projets (Div. I-III)
Etat Terminé
Début de projet 1-9-2014
Fin du projet 31-8-2017
Budget alloué 489'174.00
Contact Martin Luginbühl